New York - eine Stadt der Vielfalt und Gegensätze



So ein kunterbuntes Nebeneinander habe ich selten in Städten beobachtet. Ich habe das Gefühl hier gibt es nichts, was es nicht gibt: Schräge Typen mit Hörnchenzöpfen mit Ledergurten um die Brust bis hin zu älteren Damen mit selbst gebasteltem Gelben Hut mit Kunstblumen beim Zahlen an der Kasse, als wenn dieser Aufzug das Normalste der Welt sei. Ich finde solche Menschen wahnsinnig faszinierend und muss immer hinschauen - ich gestehe. Es ist toll, wie sie ihr Selbst leben. Erstaunlich auch ist, dass sie scheinbar von den anderen New Yorkern garnicht wirklich wahrgenommen werden. Stelle ich mir diese Personen in einer kleineren Stadt wie Regensburg oder München vor, würden sie alle Blicke auf sich ziehen, da bin ich mir sicher!

Das ist der Charme einer Großstadt: jeder kann sein wer er ist und kann dies durch seine Kleidung und seinen eigenen Style zum Ausdruck bringen. Durch die große Vielfalt verwundert nichts mehr so richtig. Man toleriert sich, akzeptiert das was da ist und nimmt es als Normal hin. Wer hier auffallen möchte muss schon wirklich Gas geben!

In New York treffen die Gegensätze aufeinander: arm und reich, niedrig und hoch, alt und neu, billig und teuer. Mangel und Fülle! Diese Kontraste spiegeln einem deutlich die eigene Situation wider. Sie zeigen, wo man gerade steht, wo man sich selbst einordnen würde und auch was es sonst noch alles gibt und wie "hoch" oder "tief" es gehen kann. Die Kontraste erweitern die Perspektive und den Horizont und beleben die Sinne.


Es ist faszinierend, wie sich dieses scheinbare Chaos doch so harmonisch zusammenfügt.

Das Leben muss nicht immer nur aus einem Einheitsbrei bestehen. Das Leben kann bunt und vielfältig sein, es kann sich verändern. Nichts ist statisch und die Umstände können sich immer wieder ändern. Das Wichtige ist, dass wir uns darauf einlassen und erkennen, wenn die Zeit gekommen ist an Altem nicht mehr festzuhalten und loszulassen und sich auf Neues einzulassen - auch wenn man nicht genau weiß, wohin es führen wird.


Erst im Kontext können wir eine Sache wirklich sehen und beurteilen.

Scheint einem etwas in einer Umgebung als merkwürdig und unpassend, fügt es sich in einer anderen Umgebung oder in andere Umstände perfekt ein.


Welche Kontraste kennst du in deinem Leben? Wo reibt es sich scheinbar? Wie würdest du dies beurteilen!