Auf deinem Weg zum Meer

Aktualisiert: 15. Sept.

Von Wegbegleitern und einer klaren Entscheidung


Heute schreibe ich dir aus Bremen. Die Stadt hat für mich eine besondere und lebendige Energie und es passieren mir hier immer wundervolle Dinge. Alles ist im Fluss, ich habe überraschende Begegnungen, tiefe Gespräche und fühle mich inspiriert. Ich hätte heute schon ungefähr vier Posts verfassen können. Aber wir beginnen mal mit diesem hier :-).


Meine letzte Woche nach dem Seminar am Wochenende mit Dr. Joe Dispenza war einfach nur verrückt. Die Meditationen haben mein ganzes Innenleben auf den Kopf gestellt. Das Leben zeigt mir gerade, wo meine Reise hinführt und vor allem auch mit wem. Das war eine Woche der Klärung und Klarheit. Und es zeigt mir wieder, wie wichtig es ist, sich innerlich auf das auszurichten, was wir wollen. Im gleichen Zug darf auch das gehen, was nicht mehr passt, so schwer es manchmal zu sein scheint.

Ich habe mich vorhin mit einer Freundin über dieses Thema unterhalten. Es ging in der letzten Woche vor allem um die Beziehungen in meinem Leben. Und ich spreche hier nicht nur von Liebesbeziehungen, sondern jeglicher Art von Beziehung, d.h. Freunde, Familie, Kollegen etc.. Ich durfte deutlich spüren, was gerade nicht (mehr) passt. Kennst du das, wenn Beziehungen auf einmal irgendwie wie blockiert scheinen und es nicht mehr so fließt? Der einzige Weg ist dann, loszulassen, sich zu entspannen und den Raum für Neues aufzumachen. Oftmals leichter gesagt als getan.


Neben denen, die gehen dürfen sind zudem auch wieder neue Menschen in mein Leben gekommen. Darunter waren auch vertraute Menschen aus alten Zeiten mit denen ich seit einer gefühlten Ewigkeit keinen Kontakt mehr hatte. Ich durfte mich an das Gefühl von Vertrautheit erinnern, das ich in diesen Freundschaften habe. Hier muss man sich nicht erklären, es gibt kaum Irritationen und Missverständnisse. Man kennt sich einfach und nimmt den anderen so an, wie er ist. Man teilt eine gemeinsame Vergangenheit, hat sich zusammen entwickelt und ist durch gute und schlechte Zeiten gegangen. Ich bin so unendlich dankbar für diese Erinnerung daran. Da können Jahrzehnte vergehen und wenn man sich trifft ist es so, als wäre man nie getrennt gewesen. Man knüpft im Gespräch einfach da an, wo man das letzte Mal aufgehört hat. Es ist für mich ein Gefühl von nach Hause kommen.

Ich glaube, dass unsere Beziehungen im Leben eine besondere Rolle spielen. Wir dürfen sie als wertvolle Wegbegleiter auf unserer Lebensreise sehen. Sie kommen und gehen. Davon bleiben manche länger, manche kürzer. Das Wichtigste ist aus meiner Sicht, egal was passiert, auf dem eigenen Weg und im Vertrauen zu bleiben. Ich sage immer „Ich will zum Meer!“ und das meine ich gerade bildlich (auch wenn die, die mich kennen, wissen, das könnte auch wörtlich gemeint sein ;-)). Ich habe mir selbst versprochen, dass ich es erreichen werde. Das Meer steht für mich für mein Traumleben. Für die Erfüllung meiner Wünsche und Sehnsüchte. Für das Leben das ich führen will, meine berufliche Erfüllung und meine wundervollen Beziehungen darin. Und auf meinem Weg zum Meer werde ich stückweise freier, indem ich mich an meinen Wesenskern erinnere. Ich genieße auf dem Weg die Abwechslung der Landschaften, überwinde Herausforderungen und wachse daran. Ich lerne, was mir gefällt und was mein Herz höher schlagen lässt. Ich genieße die Geschenke am Wegesrand und erfreue mich darüber wie bunt und schön der Weg doch ist.

Wir nehme im Laufe unseres Lebens so viel an, was nicht zu uns gehört. Das passiert durch die Erziehung durch unsere Eltern, die Schule, die Ausbildung und das Arbeitsleben. Das Leben und die Gesellschaft lehren uns, wie wir zu sein haben. Wir sollen reinpassen und uns einfügen, so dass alles ein harmonisches Ganzes ergibt. Doch oftmals entfernen wir uns immer mehr von uns selbst, bis wir uns irgendwann nicht mehr wiederkennen. Wir sind unsicher und voller Selbstzweifel und wundern uns, was denn eigentlich passiert ist. Das ist dann häufig der Zeitpunkt, an dem wir beginnen, unser Leben bewusst zu reflektieren und an uns selbst zu arbeiten. Mir selbst ging es da auch so.


Auf dem Weg zurück zu uns selbst begegnen uns immer wieder verschiedenen Menschen. Wir können durch Beziehungen so viel lernen und bin der Auffassung, es kommen immer genau die richtigen Menschen in unser Leben. So schwierig das Zusammenspiel manchmal auch sein mag, sie sind so unendlich wertvoll, weil Ängste und Themen aktiviert werden. Bei mir sind meine Beziehungen immer ein absoluter Selbsterkennungsbooster gewesen. Sie spiegeln mir, wo ich gerade stehe und was ich mir noch näher ansehen darf.


Das was ich auf der Reise inzwischen gelernt habe ist es, zu erkennen, dass ich meinen Weg konsequent weiter gehen darf - egal was ist. In der Vergangenheit bin ich öfters mal länger stehen geblieben, z.B. wenn bedeutsame Menschen in mein Leben gekommen sind. Ich wollte Zeit mit ihnen verbringen, auf sie Rücksicht nehmen, indem ich mich ihrer Geschwindigkeit anpasse, oder sie auf ihrem eigenen Weg unterstützen. Das ist an sich etwas Schönes, nur manchmal war dann die gemeinsame Entwicklung blockiert und man tritt gefühlt auf der Stelle. Ich kann und soll ihre Aufgaben nicht lösen, das darf jeder selbst tun. Beim Warten geht uns oft viel Energie verloren, die wir für unseren eigenen Weg brauchen. Das Beste ist meiner Meinung nach, einfach festen Schrittes voran zu gehen, an uns selbst zu arbeiten und uns gut zu kümmern. Und das kann dann eine wahren Inspiration für andere sein.

Inzwischen lasse ich die Menschen in mein Leben kommen und mich gerne ein Stück begleiten. Wir tauschen uns aus, wir lernen voneinander und wir bestärken uns auf unserem gemeinsamen Weg. Wir überwinden Hindernisse und genießen die wunderschöne Landschaft und Sonnenuntergänge. Und wenn sie dann wieder gehen wollen, dann dürfen sie das. Ich lasse los und erinnere mich an die schöne gemeinsame Zeit und die geteilten Erfahrungen. Manche bleiben länger und manche verschwinden plötzlich rechts oder links des Weges in das Dickicht, weil sie lieber alleine gehen möchten. Manche wählen lieber einen Umweg oder anderen Weg, der ihnen besser gefällt. Die Neugierde Neues zu entdecken, vertraute Pfade zu verlassen oder auch Verlockung einer Ablenkung sind oft zu groß. Sie müssen diese Erfahrung für sich selbst machen - das ist wichtig. Manchmal höre ich sie aus der Entfernung noch ein Stück parallel zu mir laufen, wenn es im Gebüsch raschelt und knackst. Aber ich rufe nicht nach ihnen, ich überrede sie nicht, wieder auf meinen Weg zu kommen oder auch mein Ziel zu ihrem zu machen. Die gemeinsame Reise und Zeit beruht auf Freiwilligkeit und gegenseitigem Interesse. Und wenn uns der andere wichtig ist, dann haben wir den tiefen Wunsch, für ihn nur das Beste zu wollen und ihn auf seinem eigenen Weg zu unterstützen. Was gibt es denn Schöneres, wenn jeder seinen eigenen erfüllenden Weg findet?


Und auch ich gehe meinen Weg immer wieder gerne ein Stück alleine. Ich kann mich dann komplett von meinem Gefühl und meiner Intuition leiten lassen und muss auf keinen Acht geben. Ich erlebe mich und die Landschaft noch intensiver. Ich liebe die Stille, überwinde alleine Hindernisse und fühle mich danach noch stärker und mutiger. Ich habe das Gefühl alles schaffen zu können und völlig unabhängig und frei zu sein. Ich bin bei mir und für mich selbst da. Dieses Gefühl habe ich vor allem dann, wenn ich alleine auf Reisen bin und in neue Kulturen und Landschaften eintauche.


Du willst auch zum Meer? Dann gehe deinen Weg konsequent weiter und mache alle Erfahrungen, die du machen willst. Erfülle dir deine Träume und entdecke das Leben.

Stretche deine Grenzen, glaube an Großes und lasse dich nicht mehr verunsichern oder von deinem Weg abbringen. Das Meer ist einfach zu reizvoll. Und ich bin mir sicher, eines Tages werden immer mehr Menschen in dein Leben kommen, die das gleiche Ziel haben wie du und die den gleichen Weg gehen möchten. Das können neue Bekanntschaften sein oder auch welche aus vergangenen Zeiten. Und dann wird sich alles wundervoll fügen. Wir gehen dann zusammen als Team oder einer Gruppe von Gleichgesinnten auf dem gleichen Weg zu unseren Wünschen oder auch einer besseren Welt. Wir warten nicht darauf, dass uns jemand den Weg zum Meer zeigt oder voran geht, sondern wir finden ihn selbst, indem wir einfach losgehen und schauen, wohin es uns führt. Das Herz und unser fester Glaube an unser Ziel führen uns. Wir geben uns gegenseitig Kraft und bestärken uns. Wir machen uns frei von dem, wie es zu sein hat und definieren unsere eigenen Regeln. Wir leben so, wie es für uns passt, nach unseren eigenen Werten und Bedürfnissen. Und wenn jemand mal ein Stück alleine gehen will und Raum braucht, dann ist das völlig in Ordnung. Wir bleiben dann immer noch eng verbunden und werden uns sicherlich irgendwann wieder begegnen.

Ich wünsche dir von Herzen, dass du dich dafür entscheidest zum Meer zu gehen und an dich glaubst, es zu erreichen. Der Weg wird nicht immer einfach sein, aber es wird sich lohnen. Bleibe nicht lange stehen, lasse dich nicht ablenken und gehe einfach immer weiter. Lasse dich auf die Herausforderungen ein und sei offen für das, was dich erwarten wird. Dein Gefühl wird dich richtig leiten. Deine Erfahrungen werden schöner und intensiver sein, als du es dir jemals hättest vorstellen können. Ich wünsche dir, dass du die richtigen Wegbegleiter findest, die dein Herz höher schlagen lassen, dich auf deinem Weg bestärken und dich unterstützen.


Was ist dein Meer? Bist du schon auf dem Weg oder zögerst du noch? Hast du Menschen in deinem Leben, die dieses Ziel mit dir teilen? Wer legt dir Steine in den Weg und bringt dich immer wieder von deinem Weg ab? Gehst du lieber alleine oder mit anderen Menschen zusammen? Fällt es dir schwer Menschen wieder gehen zu lassen? Wer ist dir besonders wichtig? Mit wem fühlst du dich eng verbunden, auch wenn ihr nicht immer zusammen seid? Was wünschst du dir auf deinem Weg zu erleben? Mit wem fühlst du dich stärker und kommst mehr bei dir an? Wer soll dich auf deiner Reise begleiten?