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Ein bisschen Chiemsee-Magie


Immer wenn ich am Chiemsee bin, passieren irgendwie coole Dinge und es läuft gefühlt von alleine. Nach diesem etwas verrückten Tag liege ich schmunzelnd im Bett und genieße es, nochmal in die Erinnerungen von heute einzutauchen. Es war einfach zu herrlich. Ich möchte dir gerne davon erzählen, aber bevor ich das tue sollst du wissen, dass ich nicht ganz untätig war und sicher bin, dass ich auf das Geschehene heute einen Einfluss hatte. Ich habe es sozusagen vorbereitet. Aber dazu kommen wir dann am Schluss.


Ich habe nun eine mehrtägige Konferenz hinter mir. Sehr spannend, inspirierend und vor allem auch mental einnehmend. Mein Kopf ist voll, mein Herz offen und mein Geist wach. Ich nehme sehr viel von den letzten Tagen mit und alle neue Inspirationen wollen scheinbar gleichzeitig angesehen werden. Inzwischen weiß ich, wie wichtig es ist, immer wieder eine Pause zu machen. Ein Bekannter hat mich dieses Jahr noch daran erinnert, indem er meinte: „Jeder Sportler weiß, dass die Muskeln in den Pausen wachsen.“ Ja, da hat er recht. Da ich auch mal Leistungssport betrieben habe, ist das für mich ein sehr einleuchtendes Bild. Ich wollte heute einfach nichts tun und an einen Ort, der mir hilft alles zu verarbeiten und mich wieder in die Ruhe bringt. Ein Ort, der sozusagen meine mentalen Muskeln wachsen lässt. Der Chiemsee sollte es werden - ein absoluter Herzensplatz für mich.

Am Chiemsee passieren mir immer tolle Dinge. So auch heute. Es ist Sonntag und meistens ist hier ab Mittags alles voller Menschen und Autos und es ist sehr schwierig einen Parkplatz zu finden. Aber nicht für mich. Normalerweise verfüge ich nicht über das Parkplatz-Gen und suche gefühlt stundenlang. Am Chiemsee ist das aber immer anders. Ich komme am frühen Nachmittag an und bekomme sofort einen Premium-Parkplatz in erster Reihe am See. Bevor ich überhaupt in der Lücke stehe, steckt mir einer ein Parkticket an meinen Scheibenwischer mit einem Lächeln im Gesicht und den Worten: „Knöllchen für dich“. Danke, das wäre also auch geklärt (vor allem nachdem ich für den Automaten eh kein Kleingeld gehabt hätte).


Irgendwann auf meiner Tour mit meinem Stand-Up-Paddle-Board habe ich mich dazu entschlossen wieder zurück zu paddeln, da ich doch etwas Hunger hatte und mich zuhause doch nur Knäckebrot erwartet hätte. Ich habe mich für ein Restaurant in der Nähe des Parkplatzes entschieden. Normalerweise räume ich immer erst mein Board wieder ins Auto, mein Gefühl hat mir aber gesagt ich soll mich im Restaurant vorher nach einem freien Tisch erkundigen. Ich habe also alles stehen und liegenlassen und bin in voller Montur mit Flipflops und Co ins Restaurant. Dort angekommen habe ich erfahren, dass die Küche in einer Minute schließen wird, also jetzt, und ich wenn sofort bestellen müsse. Ich konnte also noch auf den letzten Drücker meine Bestellung aufgeben und in der Zeit in Ruhe mein SUP wegräumen. Puh, Glück gehabt! Danke für den Hinweis, Leben.

Zurück im Restaurant wurde ich dann von einer weiblichen Bedienung angesprochen, die meinte, ich hätte so ein tolles Lächeln, ein tolles Wesen und noch vieles mehr. Ich wurde nur so von Komplimenten überschüttet. Ich habe mich bedankt und bin dann an meinen Tisch gegangen. Später wurde ich wieder angesprochen und es hat sich ein Gespräch über das Reisen entwickelt. Irgendwann standen die Bedienung, der Restaurantbesitzer und ich dann zusammen und ich wurde nur so mit Reisetipps für mein nächstes Reiseziel bombardiert. Und nicht nur das. Ich bin dann zu meinem Auto gegangen, um zu fahren. Irgendwann höre ich meinen Namen aus der Entfernung. Es war die Bedienung, die darauf bestand, dass ich nochmal zurückkomme. Sie hat mir dann ihren Lebensgefährten aus Pakistan vorgestellt, dessen Verwandte bei der Cricket-Nationalmannschaft für das Land spielen, in das ich reisen wollte. Ich solle unbedingt wieder kommen, dass er mir noch viel mehr erzählen kann. Ach ja und ich dürfe künftig jederzeit mein Board im Restaurant bzw. Lager unterstellen, was eine absolute Ausnahme sei. Das wurde besonders oft betont. Dann fragt sie mich noch ganz aufgeregt: „Darf ich dir einen Latte Macchiato für die Heimfahrt machen?“. Ich habe gemerkt, wie wichtig ihr das Geschenk war. Für mich war das perfekt, da ich eh dringend einen Wachmacher für die Autofahrt gebraucht habe.


Als wenn das Universum mir heute immer einen Schritt voraus gewesen war mit allem, was ich gebraucht und mir gewünscht habe: Premiumparkplatz, Parkticket, Essen, Reisetipps, Kaffee für die Rückfahrt usw..

Ok, long Story. Du denkst dir jetzt sicher, mit der Frau stimmt was nicht und die ganze Geschichte ist irgendwie recht schräg und übertrieben. Das kann ich nachvollziehen und ich würde vielleicht auch so denken, wenn ich es selbst nicht erlebt hätte. Die Frau war aus meiner Sicht ganz normal und die Situation freundlich, offen und es war ein ernsthaftes Interesse an meiner Person da. Ich muss sagen, ich habe eigentlich garnichts Besonderes gemacht. Ich war freundlich, aber nicht in irgendeiner ungewöhnlichen Stimmung. Aber ich habe an diesem Tag ehrlich gesagt doch EINE bestimmte Sache etwas anders gemacht als sonst:

Ich habe auf der Hinfahrt, auf dem Wasser und auch der Insel, auf der ich mal Pause gemacht habe, immer wieder bewusst in mein Herz geatmet und mich mit ihm verbunden. Das war der einzige Unterschied. Du fragst dich jetzt vielleicht: Und was bringt das? Das bringt sehr viel! Denn mit der Atmung in dein Herz erzeugst du eine sogenannte Herzkohärenz. Wenn du das öfters machst, verstärkt sich so deine Herzenergie. Diese Energie ist offen, freundlich, gebend, liebevoll, warm und noch so vieles mehr. Eigentlich jeder Mensch weiß (hoffentlich) wie sich Herzensenergie anfühlt. Du kannst sie jederzeit spüren, indem du dich bewusst mit deinem Herz verbindest. Diese Frau hat einfach nur auf diese besondere Energie reagiert. Die Energie hat sie vermutlich so berührt, dass sie selbst in eine Energie des Gebens getreten ist. Denn ehrlich gesagt, fand ich sie eher abweisend und alles andere als offen als ich ihr das erste Mal begegnet bin. Ihre Art hat sich innerhalb von Minuten nach unserer Begegnung geändert. Ich habe nichts aktiv gemacht und mir war das in dem Moment auch nicht bewusst, nur, dass ich mich etwas über ihren plötzlichen Sinneswandel gewundert habe. Alles was passiert ist, kam gefühlt aus dem Nichts und komplett unverhofft: Das heißt, ich habe nicht nach Tipps gefragt, habe nichts von meinen Reiseplänen erzählt und ich habe auch um nichts gebeten. Ich war nicht einmal sonderlich in der Stimmung, mich zu unterhalten.


Ich bin selbst gerade noch ganz fasziniert von diesem Tag und seinen Ereignissen. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal so „getragen“ wurde. Und das Schöne: Alles was es dazu gebraucht hat, war ein paar Minuten Herzenergie.


Ich hatte heute einen wunderbaren Tag auf dem Wasser, durch den ich mich erholter und klarer gefühlt habe. Ich bin meinem Impuls gefolgt, trotz 2,5 Stunden Anreise und recht spätem Aufbruch zu meinem Herzensort zu fahren. Und ich wurde belohnt. Ich habe heute wieder so viel über das Leben gelernt. Und auch, welch' großen Einfluss wir selbst darauf haben und wie leicht es ist, etwas zu ändern. Mir ist wieder bewusst geworden, wie wichtig Pausen sind, um wieder zur Ruhe zu kommen. Durch die Pausen entsteht Klarheit und durch die Klarheit eine klare Richtung. Und dadurch können wir gleich größere Sprünge im Leben machen, da wir uns dadurch unnötige Umwege sparen. Ich habe gerade einige Seiten meines Notizbuches voll geschrieben mit neuen Ideen und Erkenntnissen vom See. Und ich habe erleben dürfen, wie schnell und kraftvoll sich Herzensenergie auswirkt: wir werden vom Leben nur so beschenkt, ohne, dass wir in dem Moment aktiv dafür etwas tun müssen. Und auch andere Menschen treten dankbar in diese Energie und verändern dadurch ihre eigene innerhalb von Minuten. Es war heute für alle eine absolute Win-Win-Situation.

Ich möchte dich dazu ermutigen, das selbst einfach einmal auszuprobieren und zu sehen, was es mit dir und deiner Umgebung macht. Lege dazu einfach eine Hand auf den Herz und atme ein paar Minuten in dein Herz hinein. Spüre die Energie und lasse sie größer werden. Das war’s. Mach’ die Übung einfach eine Woche lang jeden Tag und: Let the (Chiemsee-) magic unfold! Und viel Spaß mit den freudigen Überraschungen!


Wann hast du dich das letzte Mal bewusst mit deinem Herzen verbunden? Tust du dich leicht Kontakt aufzunehmen? Wie fühlt es sich an, wenn du verbunden bist? Kennst du diese Momente, wo du vor lauter Herzensenergie positive Situationen anziehst? Wie würde sich dein Leben verändern, wenn du dich öfters mit deinem Herzen verbinden würdest?

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