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Von Selbstlosigkeit und Erfolg

Geschrieben im Oktober 2021 in Kopenhagen


Was habe ich da nur für einen Titel gewählt? Meist kommt mir zuerst der Titel und dann darf ich mich damit auseinandersetzen, was damit eigentlich gemeint ist. Du siehst, ich lebe das weibliche Prinzip inzwischen sehr konsequent ;-). Das bedeutet, ich vertraue meinen Impulsen und gehe ihnen nach. Und dabei stoße ich meist auf tolle neue Erkenntnisse, die mich weiter bringen. Probier's mal aus, kann ich nur empfehlen!


Ich fange aber von Vorne an, dass du verstehst, wo ich gedanklich gerade stehe. Im Café habe ich neulich wieder geschrieben und mir ist bewusst geworden, dass ich einen riesen Schritt weitergekommen bin. Ich bin mir näher gekommen und dem, was ich machen will. Ich glaube fest daran, dass jeder auf unserer Welt einen Grund für sein Dasein hat und mit seinem Wirken einen gesellschaftlichen Beitrag leisten darf. Wir sind alle wie kleine Zahnrädchen, die zusammen eine große wirkungsvolle Mechanik ergeben. Wir funktionieren nur zusammen als großes Ganzes. Daher kommt auch meine große Freude über meine Fortschritte. Umso mehr ich bei mir bin, umso näher ich meiner Essenz komme, umso mehr kann ich meinen Beitrag zur Gesellschaft leisten und zwar messerscharf. Ich glaube unseren Beitrag finden wir dann, wenn wir bei uns sind, wenn wir uns leben und einfach authentisch sind.


Aber eine Sache konnte ich einfach in meinem Kopf nicht lösen. Wie kann ich meinen Beitrag leisten, ohne Erwartungen an Erfolg zu haben? Sobald ich ja mein Ziel kenne, dann will ich ja auch eine Wirkung sehen und sobald ich etwas haben will, dann bin ich in der Erwartung. Aus der Energie der Erwartung heraus, meine ich, kann ich niemals in meine volle Kraft kommen. Wenn ich etwas (zurück)-erwarte, dann gebe ich niemals alles was ich habe. Ich setze mich niemals zu 100 % ein und ich mache mich abhängig von anderen. Meine Freude und Energie hängt davon ab, ob es andere gut finden, es anderen hilft, mir andere Geld dafür geben usw. Ich glaube, der größte Erfolg kommt dann, wenn unsere Absicht rein ist und aus voller Liebe geschieht. Wenn ich geben will, um anderen zu helfen. Ich beispielsweise liebe es einfach, wenn ich sehe, dass Menschen bei sich sind, sich frei leben und glücklich sind und ich ihnen dabei helfen kann, in ihre volle Kraft zu kommen. Das macht mich glücklich. Und wenn ich das einen großen Teil meines Leben machen möchte, dann brauche ich ein Fundament, unter anderem ein finanzielles, das es mir eben ermöglicht dies ständig zu tun, ohne den Hungertod zu sterben. Ein Teufelskreis.


Die einzige Antwort oder auch Lösung habe ich für mich in dem Gedanken gefunden, dass ich mich nicht mehr auf mein Ziel konzentrieren möchte, sondern auf das Hier und Jetzt. Ich gebe in jedem Moment alles, was ich geben kann und nur so, dass es sich gut anfühlt. Alles bleibt in der Balance. Und wenn es richtig ist, dann wird das Universum mich darin unterstützen und es werden mich die Menschen finden, die ich dadurch unterstützen kann. Ohne Zwang, Gewalt, Stress und eben Erwartung. Denn umso mehr ich mich auf ein Ziel in der Zukunft konzentriere, umso mehr verkrampfe ich und bin in der Erwartung. Ich vergleiche meine jetzige Situation mit der künftigen und sehe die vermeintliche Diskrepanz. Ich sehe, wie weit ich noch von meinem Ziel entfernt bin und das demotiviert und frustriert mich. Aus diesen negativen Gefühlen entsteht ein Mangeldenken und das wiederum blockiert, dass ich präsent im Hier und jetzt alles geben kann. Also, die einzige Lösung scheint zu sein, JETZT das zu geben, was du geben kannst und deine volle Freude zu leben, ohne Kompromisse und Erwartungen an andere oder dich selbst.


Wenn ich mir das so vor Augen führe, dann kommt mir das Leben eigentlich auch wieder recht einfach vor. Es geht eigentlich nur darum, die Gesetze zu verstehen und danach zu leben. Eigentlich kannst du alles haben, was du willst, solange du es aus reiner Absicht heraus tust, der positiven Energie folgst und dich dafür einsetzt. Schön, oder nicht?


In welchen Momenten blockierst du, weil du mit den Gedanken in der Zukunft bist? Wo spürst du eine Diskrepanz und Unzufriedenheit zwischen deinem künftigen Ziel und dem Hier und Jetzt? Was würde es für dein Leben bedeuten, wenn du dich nur im Moment darauf konzentrieren würdest, dein Bestes zu geben?

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