Wie du am besten durch den „Winter“ kommst

Aktualisiert: 21. Nov.



Liebe Leute, ihr erinnert euch sicherlich noch an einen Blogpost, den ich vor ein paar Monaten geschrieben habe. Es ging um die verschiedenen Jahreszeiten, die wir Frauen durchlaufen dürfen und was sie jeweils für eine Bedeutung haben. Kernaussage war u.a., dass darin eine große Magie liegt, wenn wir sie verstehen, annehmen und dann entsprechend für uns nutzen. Zum Beispiel, um etwas Kreatives zu schaffen, Klarheit zu gewinnen, offene Dinge zu erledigen oder auch, noch tiefer mit uns selbst in Kontakt zu kommen. Umso besser wir die Gesetze der Natur verstehen, umso leichter verläuft unser Leben und auch die für manche lästige „Winterzeit“, die Menstruation. Das Blödste was wir tun können, ist, uns dagegen zu wehren und sogar dagegen zu handeln, indem wir die „Regeln“ missachten. Wir machen es uns dann unnötig unbequem und profitieren auch nicht von den positiven Effekten, die damit einhergehen.


Ein kleines Beispiel: Ich sitze hier und schreibe diesen Post. Interessanterweise ist es das zweite Mal, dass ich über dieses Thema schreibe, wenn ich mich gerade im „Winter“ befinde. Ich glaube es liegt daran, dass ich ganz bei mir bin und meine weibliche Natur so stark spüre. Ich bin zentriert, mit mir verbunden und tue mich daher leicht, zu beschreiben, was gerade passiert und was es mit mir macht. Und ich möchte diese positive Erfahrung auch gerne weiter geben. Ich spreche an dieser Stelle auch nicht wieder nur die Frauen an, sondern genauso die Männer. Umso besser wir uns gegenseitig verstehen, umso mehr kann unser Miteinander in den Fluss kommen und das nicht nur in einer Beziehung, sondern auch gesellschaftlich betrachtet. Demnach: Herzlich willkommen an alle!


Ich war heute relativ aktiv für meine Winterzeit. Das ist eigentlich ungewöhnlich, denn zum Winter ist es oft so, dass mein Körper absolute Ruhe verlangt. Das bedeutet: Badewanne, aufs Sofa oder ins Bett kuscheln mit dicken Socken und Kuscheldecke, Teetrinken, Serienschauen oder einfach nur schlafen. Was ich eher nicht so brauche: Gespräche, Erledigungen, Menschen, Arbeit, Kochen, Haushalt, Erwartungen irgendetwas tun zu sollen, Lärm, Musik und alles mögliche andere, was den Fokus von mir weg lenkt. Wer von euch kennt das nicht auch? Ich habe inzwischen beobachtet, dass ich in dieser Zeit anscheinend sehr gut „tiefe“ Blogposts verfassen kann und sehr kreativ bin. Ich werde gleich auch noch eine Podcastfolge aufnehmen, weil es mit Leichtigkeit aus mir herausfließt. Es ist daher sehr spannend herauszufinden, was diese Zeit mit dir macht und dann danach zu handeln, was du gerade brauchst. So können wundervolle Dinge entstehen und du kannst neue Energie für die nächsten Wochen tanken. Und das was du dann tun wirst, wirst du nach entsprechender Pause mit mehr Energie und Klarheit tun.

Ich schreibe heute diesen Post, weil ich dir etwas mitgeben möchte. Mir ist aufgefallen, dass ich eben nicht so viel Pause wie sonst gebraucht habe und auch keine Schmerzen und Krämpfe habe. Für viele ist das eine jahrelange Leidensgeschichte. Und ich kenne das selbst auch noch von mir vor ein paar Jahren, als ich im Winter eigentlich immer "arbeitsunfähig" war. Ich hatte unglaubliche Schmerzen, war daher nicht wirklich anwesend und habe mich in der Not mit Tabletten vollgepumpt. Umso glücklicher bin ich, dass es heute komplett anders ist. Was ich die letzten Jahre geändert habe ist:

  • Ich habe die Pille abgesetzt, da sie einen künstlichen Hormonzyklus erzeugt. Und das geht absolut gegen deine Natur. Als die Pille weg war, ist mein Körper erstmal total durchgedreht mit Akne, Haarausfall, Gewichtszunahme etc. Und es hat viele Jahre gedauert, bis sich das wieder eingespielt hat. Wer das schon einmal erlebt hat, der weiß wie groß der körperliche Eingriff durch die Pille ist.

  • Ich habe mich mit dem Thema Menstruation beschäftigt und mehr darüber mehr gelernt. Ich wusste beispielsweise nicht, dass es vier Jahreszeiten gibt und, dass der Körper damit eine „Strategie“ verfolgt und wie nützlich diese auch für mein Leben ist. Erst durch das Absetzen der Pille konnte ich die Unterschiede überhaupt wahrnehmen und beginnen danach zu leben. Durch die Pille spürst du den Rhythmus nicht, da es eigentlich keinen gibt. Und dadurch spürst du auch dich selbst nicht. Nach der Pille war es so, als wenn ein Vorhang gefallen war und ich das Leben viel klarer sehen konnte. Für mich war das rückblickend dann sehr gruselig, darüber nachzudenken, unter welcher „Glocke“ ich vorher gelebt habe.

  • Ich habe die Ernährung umgestellt und mich viel abwechslungsreicher und gesünder ernährt. Das kam auch daher, weil meine Haut einfach so schlecht war und ich meinen Körper noch besser dabei unterstützen wollte, wieder in seine Kraft zu kommen. Vorher musste ich mir über die Ernährung keine Gedanken machen, weil die Pille immer für eine makellose Haut gesorgt hat. Das Absetzen war also ein toller Anlass auch dieses Thema mal ernsthaft anzupacken. Unterschätze also nicht die Wirkung der Pille auf sämtliche Lebensbereiche!

  • Dadurch, dass ich nun die Jahreszeiten stärker wahrnehmen konnte, habe ich angefangen, mehr darauf zu achten. Ich habe mir in der Winterzeit mehr Pause gegönnt und habe z.B. auch meine Arbeit danach angepasst. Ein paar Beispiele hierzu: Wenn möglich keine wichtigen Termine an den ersten zwei Tagen machen, ins Home-Office gehen und mit Wärmflasche auf dem Bauch arbeiten ;-), früh ins Bett gehen auch schon am Tag bevor es los geht, Abends keine Verabredungen oder Sport machen etc.

  • Und das was für mich vollkommen neu war, meine Emotionen wahrzunehmen und auch ließen zu lassen. Früher habe ich sie sicherlich nicht so bemerkt, auch weil die Pille meiner Meinung nach alle Gefühle gedämpft hat. Inzwischen heiße ich alle Gefühle willkommen und nehme sie an. Das bedeutet wenn ich weinen muss, dann tue ich das. Ich freue mich sogar darüber, weil ich weiß, dass etwas gesehen werden will und diese Zeit die Gelegenheit dazu ist, mich damit in Ruhe auseinanderzusetzen. Im Alltag ist dafür ja oft kein Raum. Die Winterzeit ist eine Zeit der Reinigung und diese ist nicht immer nur körperlich. Körper und Emotionen gehören zusammen und drücken sich miteinander aus. Wenn etwas hoch kommt, dann lasse es da sein und gehe durch. Danach ist wieder alles gut!


Und jetzt kommt der Punkt, der Anlass für diese Text heute hier ist. Auch wenn ich inzwischen sehr gut durch den Winter komme und ihn sogar zelebriere, bin ich diesmal nochmal besser rein gestartet als sonst. Und zwar mache ich jetzt seit ca. 1,5 Wochen jeden Morgen Yoga. Yoga bringt deinen Körper in den Fluss und löst Verspannungen und Blockaden. Ich habe die letzten Tage auch verstärkt Übungen für den Hüftbereich und unteren Rücken gemacht. Yoga macht dein Gewebe weich und beugt daher auch Verspannungen und Krämpfen vor. Als ich gestern gemerkt habe, dass es wieder Winterzeit wird, habe ich nur das getan, was sich richtig angefühlt hat: Das bedeutet Badewanne und Sofa mit Film anstelle vom geplanten Schmuckmachen. Nach nur einem Tage habe ich nun wieder relativ viel Energie und fühle mich gut. Ich bin davon überzeugt, dass Yoga einen riesen Unterschied macht und bin nun noch motivierter, künftig damit weiter zu machen. Eine absolute Herzensempfehlung!

Ich kann mir vorstellen, dass manche, die das hier lesen, erstaunt sind über meine Offenheit. Ich habe da aber keine Berührungsängste, da die weibliche Natur etwas ganz Natürliches und Schönes ist, die wir annehmen sollten. Ich möchte dazu ermutigen, offen damit umzugehen und dir die Pause zu gönnen, die dein Körper zu Regeneration braucht oder deinen Partner entsprechend dabei zu unterstützen. Wenn du deinen Körper immer wieder stretched und in den Fluss bringst, wirst du das vielleicht auch Positiv in dieser Zeit merken! Einfach mal ausprobieren! Ich bin keine Expertin in diesem Bereich und gebe keine gesundheitlichen Ratschläge, sondern teile an dieser Stelle nur meine Erfahrungen mit dir. Vielleicht ist ja etwas dabei, was dir auch dabei hilft. Liebe Grüße, Katharina


Wie merkst du, dass es wieder Winterzeit wird? Wie bereitest du dich darauf vor? Was tust du in dieser Zeit für dich Gutes? Kümmerst du dich gut um dich? Oder kümmerst du dich gut um deinen Partner, der in der Winterzeit ist? Was möchtest du ändern und ausprobieren?